Exhibitions 2014:

Neuerburgstraße 21, Schauspiel Köln, Köln, Germany (Solo)

19.06.2014 - 06.07.2014
Neuerburgstraße 21 Neuerburgstraße 21

Hauptstrasse 85a, Synagoge Stommeln, Pulheim, Germany, Curator: Angelika Schallenberg (Solo) (Cat)

03.07.2014 -

Yokohama Triennale 2014, Yokohama Museum of Art, Yokohama, Japan, Curators: Morimura Yasumasa, Sumi Hayashi (Cat)

01.08.2014 - 03.11.2014

Gregor Schneider, totlast, Ruhrtriennale im Lehmbruck Museum, Duisburg, Germany, Curator: Heiner Goebbels (Solo)

15.08.2014 -
totlast, Gregor Schneider, Lehmbruck Museum Duisburg
(exit)u r 19, LIEBESLAUBE, Rheydt 1985 - 2001, 24 constructed rooms, mixed media (8,5x18,5x22m (LxWxH)), Deutscher Pavillon, 49. Biennale Venedig, Venezia, Italy 10.06.2001 - 04.11.2001
© Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn

What would happen if we found a new way of entering the museum, what if it disappeared behind it? Artist Gregor Schneider builds spaces that become accessible sculptures, now inviting the public to view his new work Totlast in Duisburg. In a first for Lehmbruck Musuem, with its outstanding collection of international modern art and a focus on sculpture, completely built rooms are shown that alter the building in terms of form, function, and appearance. Suddenly a museum can become a house to dwell in, or we find ourselves in a secret high-security prison. Gregor Schneider stages a path towards disorientation:

“I am looking forward to digging up the museum and the park. To leading us in the museum into a ‘remote underworld’. Very close to the forgotten graves deep in the earth, we are suddenly cast back into the world. We will lie in one another’s arms, what a great park, how lovely life is.” (Gregor Schneider to Heiner Goebbels).

Totlast (or dead weight) is a technical term, that refers to the weight of objects or devices that themselves bear or transport weight. Gregor Schneider uses this title to refer to a huge structure that Albert Speer 1941 had cast in concrete in order to see how deep his monumental constructions would sink into the sandy ground of the German capital. The impenetrable monolith can still be found in Berlin-Tempelhof today.

Schneider is interested in the effect of such socially relevant locations, what they communicate beyond the visible. His spaces are reconstructions of existing spaces in which the beholder has the possibility to recognize the work in its totality: walls are placed before walls, rooms in rooms, objects are invisibly walled in, or parts of the space move unnoticeably.

No other artist has explored space with its various levels of perception in such a decisive way. Whether in Totes Haus u r (Venice, 2001) or Die Familie Schneider (London, 2004), Schneider’s works are shaped by a distorbing vision of normality. They are spaces of imagination that operate like triggers and confront the visitors in an existential way with themselves.

Was wäre, wenn wir einen neuen Zugang in das Museum fänden, was, wenn es dahinter verschwände? Der Künstler Gregor Schneider baut Raume, die zu begehbaren Skulpturen werden, und lädt mit seiner neuen Arbeit Totlast nach Duisburg ein. Damit werden zum ersten Mal im Lehmbruck Museum – mit seiner herausragenden Sammlung internationaler moderner Kunst und dem Schwerpunkt Skulptur – vollständig gebaute Raume gezeigt, die das Gebäude in Form, Funktion und Aussehen verändern. Plötzlich kann ein Museum ein bewohnbares Haus sein, oder man findet sich in einem geheimen Hochsicherheitstrakt wieder. Gregor Schneider inszeniert eine Führung in die Orientierungslosigkeit:

»Ich freue mich, das Museum samt Park umzugraben. Uns im Museum in eine ›abseitige Unterwelt‹ zu führen. Ganz nah den vergessenen Gräbern tief in der Erde werden wir plötzlich wieder auf die Welt geworfen. Wir werden uns in den Armen liegen, wieder tief Luft holen. Was für ein toller Park. Wie schön ist unser Leben.« (Gregor Schneider an Heiner Goebbels)

›Totlast‹ ist ein technischer Begriff, der das Eigengewicht von Gegenständen oder Geräten bezeichnet, die Lasten aufnehmen oder transportieren. Gregor Schneider bezieht sich mit seinem Titel auf einen riesigen Baukörper, den Albert Speer aus Beton gießen lies, um zu prüfen, wie tief seine Monumentalbauten im märkischen Sand absacken würden. Noch heute findet man diesen undurchdringlichen Monolith in Berlin-Tempelhof.

Schneider interessiert die Wirkung solcher gesellschaftlich relevanten Orte – das, was sie über das Sichtbare hinaus transportieren. Seine Räume sind Nachbauten vorhandener Räume, bei denen der Betrachter kaum die Möglichkeit hat, das Werk in seiner Gesamtheit zu erkennen: Wände sind vor Wände gebaut, Räume in Räume, Objekte sind nicht sichtbar eingemauert, oder Teile des Raumes bewegen sich unmerklich. Das hermetisch Geschlossene, das Unterirdische, das Verborgene spielen in seinen Arbeiten eine zentrale Rolle.

Kein anderer Künstler hat den Raum mit seinen vielfältigen Wahrnehmungsebenen auf solch entschiedene Weise thematisiert. Ob in Totes Haus u r (Venedig 2001) oder Die Familie Schneider (London 2004), Schneiders Arbeiten sind geprägt von einer verstörenden Vision von Normalität. Sie sind Vorstellungsräume, die wie Auslöser funktionieren und den Besucher auf existenzielle Weise mit sich selbst konfrontieren.

Gregor Schneider (geboren am 5. April 1969 in Rheydt, jetzt Münchengladbach-Rheydt) ist bildender Künstler. Sein Hauptwerk, das Haus u r / Totes Haus u r 1985 – heute zahlt zu den wichtigsten Raumkunstwerken der Gegenwart, für das er 2001 mit dem Goldenen Löwen der Venedig-Biennale ausgezeichnet worden ist.

Info:
http://www.lehmbruckmuseum.de/?p=5404
http://www.ruhrtriennale.de/de/programm/produktionen/gregor-schneider-totlast

Gregor Schneider, Liebeslaube, Volksbühne Berlin, Berlin, Germany, Curators: Thomas Martin, Henning Nass (Solo)

11.09.2014 -

Zacheta, Warszawa, Poland, Curator: Anda Rottenberg (Solo) (Cat)

28.11.2014 -

Current exhibitions:

Gregor Schneider, German Angst, Dominik Mersch Gallery, Sydney, Australia (Solo)

03.04.14-03.05.14
German Angst German Angst

Unter der Erde – Von Kafka bis Kippenberger, K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Germany, Curator: Marion Ackermann, Kathrin Beßen, Florence Thurmes (Cat)

05.04.14-10.08.14

Moules, Oeufs, Frites, The Ridder / House for Contemporary Art, Maastricht, Netherlands, Curator: Ardi Poels

13.03.14-27.04.14

Small is Beautiful, Parkett Space, Zürich, Switzerland, Curators: Bice Curiger, Jacqueline Burckhardt & Dieter von Graffenried

14.02-14-17.05.14

Amateurvideos, CAPRI, Düsseldorf, Germany, Curator: Moritz Wesseler (Solo)

13.02.14-26.04.14
Amateurvideos
DIE FAMILIE SCHNEIDER,
Walden Street No. 16, London 2004
Artangel London
© Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn
DIE FAMILIE SCHNEIDER,
Walden Street No. 14, London 2004
Artangel London
© Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn

Since the 1980s, Rheydt-born artist Gregor Schneider has developed an oeuvre that can be seen among the most significant contributions to contemporary art to date. From early on, the focus of Schneider's practice was on the construction as well as the repetition of rooms or "Living spaces" (Haus u r 1985 - today). Not infrequently, and due to their uncanny, yet everyday appearance, these bizarre works convey disconcerting properties.

Parallel to his sculptural work, Schneider has transferred his rooms into the medium of film (and photography), while the former is at the center of his exhibition at Capri. For Schneider, as he put it in 1996 as part of his Bern exhibition, these works represent extracts which freeze experiences. The conceptual aspect of his practice becomes particularly apparent in the filmic works by Schneider, when he simultaneously presents rooms that exist in different places. Only through the films / photographs of his contribution to the Venice Biennale in 2001, for example, it became clear that the work at the lagoon city was not only realized as an experience for the senses, but that the rooms had been repeated to the smallest detail.

The principle of repetition can be seen in the films "Die Familie Schneider (The Schneider family)," as well as in the twin houses, which were realized in 2004 by Artangel in London. For Schneider the films go beyond the built space. For example, he can show the same room, installed at different locations in the world, again in one space and at the same time.

The exhibition at Capri runs from 13 February to 26 April 2014

Der in Rheydt geborene Künstler Gregor Schneider hat seit den 1980er Jahren ein Werk entwickelt, das zu den wesentlichen Beiträgen zur Gegenwartskunst gezählt werden kann. Der Schwerpunkt der Praxis von Schneider lag dabei schon früh auf dem Bau wie auch auf der Wiederholung von "bewohnbaren Räumen" (Haus u r 1985 - heute). Mit diesen ungewöhnlichen Arbeiten verbindet sich nicht selten eine verstörende Wirkung, die auf ihre ungewöhnliche, aber dennoch alltägliche Erscheinung zurückzuführen ist.

Parallel zu seiner bildhauerischen Arbeit, übertrug Schneider seine Räume auch in die Medien Film (und Fotografie), wobei erstere Werkgruppe im Zentrum seiner Ausstellung bei Capri steht. Diese Arbeiten stellen für Schneider, wie er 1996 im Rahmen seiner Berner Ausstellung formulierte, Extrakte dar, die das Erlebte einfrieren. Besonders deutlich tritt in den filmischen Arbeiten Schneiders der konzeptuelle Aspekt seiner Praxis hervor, wenn er Räume, die an unterschiedlichen Orten existent sind, zeitgleich präsentiert. Erst durch die Filme/Fotos seines Beitrags auf der Biennale Venedig 2001, wurde beispielsweise deutlich, dass mit der Arbeit in der Lagunen-Stadt nicht allein ein Erlebnisraum präsentiert, sondern eine Wiederholung der Räume bis ins kleinste Detail vollzogen wurde.

Das Prinzip der Wiederholung zeigt sich auch in den Filmen "Die Familie Schneider", wie auch den Zwillingshäusern, die 2004 von ArtAngel in London realisiert wurden. Die Filme gehen für Schneider über den gebauten Raum hinaus.
Beispielsweise kann er ein und denselben Raum, aufgebaut an unterschiedlichen Orten der Welt, wieder zeitgleich in demselben Zeitraum zeigen.

Die Ausstellung bei Capri läuft vom 13. Februar bis 26. April 2014

CAPRI
Ackerstrasse 26
40233 Düsseldorf
www.capri-raum.com

Keller, Art Gallery of New South Wales, Sydney, Australia, Curator: John Kaldor

02.06.2012 -

Controversial artist Gregor Schneider creates a ‘haunting’ room

The visitor can expect a transformative, disorienting and possibly disturbing experience.

Gregor Schneider PUFF
Gregor Schneider TOTES HAUS u r, Venice 2001, 24 rooms from developed and doubled rooms of the House u r, Rheydt 1985-2001, mixed media © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn

In June the Art Gallery of NSW will integrate more of its international and Australian contemporary art collection with the John Kaldor Family Collection. More than 200 works, many which have not been seen before, will form part of the new display. Two highlight works will be a new commission by the award-winning German artist Gregor Schneider, entitled Basement Haus u r (Basement cellar house) 1985–2012 and Richard Long’s Stone line, which has not been seen in the Gallery since 1977.

“This initiative marks the start of a new era at the Gallery, in which a series of collection displays will chart the history of contemporary, international art since the 1960s,” said the Gallery’s head curator, international art, and curator of the new collection display, Anthony Bond. “The Gallery collection of contemporary international and Australian art since the 1960s is extensive – there are now 4000 works in our contemporary collection – but we have never been able to adequately exhibit them for lack of space. Now we can begin to show more, year by year, always creating new and surprising configurations.”

The contemporary galleries are set around art-historical movements or thematic groupings, including land art, minimalism, the body and affect, abstraction and the cabinet. The room dedicated to minimalism includes work by art luminaries Carl André, Daniel Buren, Donald Judd, Richard Serra and Frank Stella. Abstraction groups together works by Australian artists Robert MacPherson and Debra Dawes with internationals Bob Law, Roman Opalka and Cy Twomby. And the room that assembles cabinets or vitrines includes work by Americans Haim Steinbach and Mark Dion, and Australians Alex Rizkalla, Janet Laurence and Luke Roberts.

Richard Long’s Stone line was originally commissioned as Kaldor Public Art Project 7 in 1977 for the entrance court of the Gallery. It is twenty metres long, over two metres wide and consists of large slabs of basalt collected from one site in Australia.

Born in Germany in 1969, Gregor Schneider was awarded the Golden Lion at the Venice Biennale in 2001 for his infamous work Totes Haus u r, exhibited at the German Pavilion. Schneider later built the confronting Kaldor Public Art Project 21, beach cells, which created a dominating presence on Bondi Beach, Sydney, in 2007.

The artist is well known for the sensory aspects of his work. Since 1985 he has been rebuilding the interior spaces of his home in Mönchengladbach-Rheydt, Germany. As walls are removed or ceilings lowered, Schneider’s spatial incursions create a sense of claustrophobia. Such feelings of unease are heightened when the artist includes in the work lifeless, sculptural bodies covered in plastic or real people repeatedly performing everyday tasks.

For this latest commission, Gregor Schneider has created an eleven-by-four-metre room that has been shipped from Rheydt, Germany, and carefully inserted into the architectural fabric of the Gallery. A suite of photographs documenting Totes Haus u r accompanies his work. Gregor Schneider is in Sydney at the invitation of John Kaldor.

AGNSW contemporary galleries are supported by the Belgiorno-Nettis family.

foto by Wonge Bergmann / Heiner Goebbels / Ruhrtriennale